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02.01.2019: Hii und Här zum Jahreswechsel oder panta rhei

„In unserer Hektomatik-Welt, da dreht sich alles nur um Macht und Geld“ sangen STS schon vor gut 30 Jahren und prophezeiten „irgendwann bleib i dann dort, lass alles liegen und stehn… irgendwann bleib i dann dort“. Diese Liedtextzeilen haben mich seither begleitet und mir immer einen Plan B offengelassen bei all meinen Bestrebungen und Bemühungen. Bis jetzt haben die Ferienauszeiten noch immer gereicht, um meine Batterien wieder zu laden, den Kopf zu lüften, neu anzupacken. Mein Umfeld hält mich mit sanftem Griff – wäre es ein Würgegriff, müsste ich gehen. So schippere ich im Lebensfluss und nehme Auszeiten auf kleineren und grösseren Inseln. „Panta rhei „[Heraklit] oder frei „alles im Fluss“.

Zwischendurch gibt’s Wechselbäder der Gefühle oder Wechselstrom. Hin und her jagen die Gedanken: soll ich jetzt mit Gleitschirmfliegen aufhören oder weiterfliegen? Die Erinnerungen an schöne Flüge, zuweilen mit einem Adler, schreien ja; der angesammelte Staub auf meinem Packsack meint nein, übrigens sehr zur Freude meiner Frau! Ich habe ja noch genügend andere Hobbies, die ich zusammen mit meiner Frau geniessen kann: mit dem Mountainbike, den Langlaufskis, den Wanderschuhen oder dem Kanu – auf und ab und hin und her, sei es vor der Haustür oder auf Ausflügen und Reisen mit „Kleiner Onkel“. Langweilig wird’s bestimmt nicht.

Solange wir die Freiheit haben, den Takt und die Frequenz des Hin und Her selbst zu bestimmen, können wir uns glücklich schätzen; leben wir und werden nicht gelebt - anders als Ferdinand Habegger auf seiner Brücke im „Hii und Här“ [Ödön von Horvath].