01.08.2018: Dichtestress Teil Zwei oder wenn der Kopf im Weg steht - mind fuck
In meiner Agenda herrscht zurzeit auch Dichtestress. Jedes Wochenende im Voraus verplant; hier ein Termin, dort ein Hundsverlochen. Aber Halt, ein Hundsverlochen sollte es ja nicht sein, sonst habe ich falsch verplant. Aber manchmal stellt sich ein sogenannter Event dann tatsächlich als nicht so prickelnd heraus. Von den nächsten drei Wochenenden sind zwei meinen Hobbies Wandern und Biken gewidmet, das dritte indirekt dem Schnitzen – also eigentlich Vergnügen. Wie kommt es dann, dass mich der volle Terminkalender stresst? Ein typischer Fall von mind fuck. Ich fühle mich bei einem verplanten Monatskalender eingeengt, weil ich dann vermeintlich nicht mehr frei, sprich spontan, entscheiden kann. Aber zuvor habe ich mich ja frei für diese Wander- und Biketouren entschieden. Ich freue mich ja auch darauf – Wandern im Verzascatal, Biken im Haslital. Also ein Luxusproblem, in meiner weichen Birne fabriziert, hoffentlich dann destilliert und als feiner Williams genossen.
Oder andersrum: ich habe es ja selbst in der Hand, ob ich das Ganze einfach abspule, oder eben geniesse, indem ich voll im Moment lebe, all die andern Sachä-/Sächäli an mir abperlen lasse und den Tau als erfrischenden Treibstoff für weitere Projekte umnutze. Manchmal spielt mir einfach meine Interessenvielfalt einen Streich. Ich möchte oft möglichst viel, möglichst gleichzeitig möglich machen. Dabei - wenn möglich - einfach nicht die Möglichkeit des bewussten Verzichts aus den Augen verlieren. Weniger ist oft mehr, so auch wieder in den wunderbaren Schwedenferien… erradelt, erwandert und erpaddelt – einfach unverbesserlich, dieses Birnendestillat!