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03.06.2017: Auffahrtswochenende oder Auf und Ab im Entlebuch
 
Was für Aussichten! Vier Freitage in Folge und dazu hervorragende Wetterprognosen. Die besten Voraussetzungen, um unser Wohnmobil „Kleiner Onkel“ aus dem Winterschlaf zu erwecken. Am Donnerstagmorgen noch schnell die letzten Sachen gepackt und dann kann’s losgehen. Auf der Fahrt nach Flühli im Entlebuch kommt uns die „Nachsüdenauffahrtsblechlawine“ am Walensee und in der Linthebene entgegen. Einem Stau unsererseits bei Gisikon-Root entgehen wir dank Navi elegant, nur um dann wenig später über die engkurvigen Höhen von Rengg gelotst zu werden – vom selben Navi nota bene!
 
Der Running-gag ist mittlerweile das musikprogrammunterbrechende „Beachten sie bitte die Geschwindigkeitsbegrenzug“. Ja ja, meine Frau ist eben flott unterwegs. Das bekommt wohl auch die Spaghettisauce im Glas zu spüren. Auf jeden Fall hüpft sie beim ersten Kästchenöffnen munter auf den Boden und entledigt sich auch gleich noch vom Deckel. Ich habe mich schon gewundert, was denn jetzt Barbara so emsig am Abwischen ist in der Küche des Wohnmobils. Ich bin ja zwischenzeitlich voll mit dem Reparieren der Wasserleitung in der „Garage“ beschäftigt. Gut, letzteres nehme ich auf meine Kappe, – Badekappe wäre wohl passend -  ich hab’s beim Füllen der Wasserleitungen vergeigt. Die Luft sollte eigentlich durch die geöffneten Wasserhähnen entweichen – wenn sie denn offen wären - sonst sucht sie halt anderswo ihren Weg.

Item, die Spaghetti haben ämu rüüdig geschmeckt bis zum Zeitpunkt, wo Barbara mit Schrecken festgestellt hat, dass wohl die Autobahnvignette noch immer zu Hause auf dem Geschirrspüler auf ihren Verwendungszweck wartet. Kein Problem, in Escholzmatt haben sie noch jede Menge davon.

Ach ja, eigentlich sind wir ja zum Biken ins Entlebuch gefahren. Und ich kann diese Region nur wärmstens weiterempfehlen. Sei’s rund um die Schrattenfluh (Bikeroute 817) oder auf der Schüpfheimer Panoramatour (Bikeroute 816) – überall erleben wir unerwartete Ausblicke, schweisstreibende Aufstiege und abwechslungsreiche Abfahrten.
Die Luft geht jedenfalls weder uns noch den Veloschläuchen aus; immer begleitet vom so frühlingsfrischen Ruf des Kuckucks. Er hat uns durch alle Höhen und Chrachen des Entlebuchs geführt, bis zur sonntäglichen füdliregenerierenden Wanderung ins Chessiloch.  Da nehmen wir doch auch einen zweiten Aufsud der Espressokanne augenzwinkernd in Kauf, wenn beim ersten Versuch der Kaffee versehentlich im Sack geblieben ist.

Fazit dieses wunderschönen Wochenendes: Manchmal – aber eben nicht immer – ist es durchaus wünschenswert, dass genügend Luft im System ist.