03.03.2017: durchzogener Winter oder Schwierigkeiten auf Touren zu kommen...
Diesen Winter komme ich nie so richtig in Tourenstimmung. Erst lässt der Schnee lange auf sich warten – abgesehen davon hat es auch jetzt noch nicht wirklich Unmengen Schnee abseits der Pisten – dann muss der Termin des Nightattack auf den Januar geschoben werden und dies punktgenau auf das goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern . Teilnahme abgesagt - sonst war der Nightattack ein guter Grund, die Tourenskis aus dem Schopf zu holen – dafür gibt’s eine wunderschöne Winterwanderung im Baselbiet.
So haben diesen Winter die Langlaufskis eindeutig mehr Betriebsstunden auf dem Konto. Wohl auch, weil Barbara, meine hauptsächliche Trainings- und Lebenspartnerin, mit Skitouren nichts am Hut hat. Abgesehen davon hätte es diesen Hut heuer mehr als einmal von einem Föhnsturm davongetragen.
Zum Valentinstag werde ich mit einer exotischen Blume beschenkt, einer Gürtelrose. Die Nachwirkungen spüre ich jetzt noch. Allerdings will ich nicht klagen; neben lediglich zwei „Hautblüten“ (lat. vesiculae) sind einzig die gürtelförmigen Missempfindungen (lat. Dysästhesien) etwas störend, Chemokeule sei Dank. Diesmal habe ich gerne auf die Pharmaindustrie zurückgegriffen. Azyclovir® macht der Gürtelrose den Garaus, das Wuchern des Unkrautes wird im Keime erstickt, und ich muss mich nicht vor Schmerz im Kreise drehen. Ich glaube zwar nicht, dass die Namensgeber des Medikamentes diese Bedeutung im Kopf hatten: Azyclovir – der azyklische Mann; was müsste denn die Frau nehmen – Azyclofemina?
Halt, die Medikamentennamen treiben sonst schon seltsame Blüten, da muss ich nicht noch meine Interpretationen dazu tun. Vielleicht spüre ich schon den Frühling, wie die Natur zurzeit. Alles drückt, will zur Oberfläche, so wie es uns auf die verschneiten Gipfel gezogen hat, anlässlich eines phantastischen Skitourenwochenendes in Juf im wunderbaren Avers.