02.02.2016 Theaterkater
Boulevard Komödie „sind sie scho bedient“ ging flott und erfolgreich über die Bühne…
Was anfangs ziemlich zähflüssig und holperig war, nahm im Laufe der Zeit immer mehr Fahrt auf, um am Ende ganz flott und mehr oder weniger leichtfüssig über die Bühne zu huschen.
Anscheinend ist der Ablauf in der Entwicklung eines Theaterstücks schon seit Urzeiten immer in etwa derselbe. So beschreibt jedenfalls Karel Capek in seinem Büchlein „Wie ein Theaterstück entsteht“ schon 1925 ziemlich genau die Freuden und Leiden der Spieler und Regie beim Zustandekommen einer Theateraufführung.
Die Probenzeit ist intensiv und es gibt gewollt oder ungewollt eine gehörige Portion Theater im Theater; halt eben das (Zusammen-)Leben in all seinen Facetten, unglaublich spannend mit Suchtpotential. Nur so lässt sich eigentlich erklären, warum sich nach der meistens erfolgreichen Aufführung so etwas wie ein „Theaterkater“ einstellt.
Rückblickend bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge – lachend wegen der plötzlich wieder vorhandenen freien Zeit, weinend wegen der Melancholie verdämmernder Emotionen.